Endlich, endlich, endlich. Nach langem Recherchieren und vielen Endlosdiskussionen mit Kollegen hat sich endlich eine Lösung für mein Betriebssystemproblem angedeutet. Nochmal kurz zur Vorgeschichte.
Nach der Veröffentlichung von Vista und dem Kauf eines neuen Maschinchens im Frühjahr 2007 kam ich in die Zwickmühle ein Gerät zu besitzen, das zwar theoretisch die Leistungsmaßstäbe heutiger High-End Geräte erreicht, allerdings auf Grund praktischer Widrigkeiten etwas den Möglichkeiten hinterherhinkt. Die wären.
- Win XP Home 32bit – Wie der Name schon sagt, kein 64bit Support und dadurch RAM Limit
- Adobe schaffts nicht ihre Produktpalette auf Linux zu portieren
- Win XP Prof. 64bit – Interimslösung mit Macken bei Internationalisierung/Treiber, Produkt läuft aus
- Win Vista – momentan nicht akzeptabel, frühestens in einem Jahr und auch dann für den 3D Bereich bedingt ähnliche Leistungswerte wie von XP/Linux zu erwarten
Diesen Widrigkeiten zum Trotz scheint sich mittels einiger höchst interessanter Entwicklungen in letzter Zeit nun endlich eine Richtung abzuzeichnen.
Intel hat mit Einführung ihrer 64bit Prozessoren auch eine weitere sehr interessante Technologie eingebracht. Das ursprünglich unter dem Namen Vanderpool zusammengefasste Projekt zur nativen Virtualisierung von Gastsystemen ist ein Meilenstein in der Virtualisierungstechnik(AMD bietet Vergleichbares, allerdings beziehe ich mich hier auf ein bestehendes Intel System). Der Support einer Virtualisierungsschicht vereinfacht das Entkoppeln von Gastsystemen und bietet höhere Effizienz und Sicherheit im Vergleich zu bestehenden rein softwarebasierten Lösungen(trötet der Marketer
).
Da der Betrieb einer Virtualisierung auch eine Software erfordert die mit Intel´s Technologie zusammenarbeitet, habe ich nach Überprüfen der gängigen Virtualisierungslösungen wie VMWare, Virtual PC und XEN eine äußerst tolle Lösung gefunden. Da Intel und XEN partnerschaftlich XEN´s Open Source Projekt vorantreiben wird die native Virtualisierung “stable” supported, was z.B. VMWare nicht von sich behaupten kann(Für Core 2 Duo immer noch als experimental gekennzeichnet). Virtual PC kam als Lösung nicht in Frage, da ich auf Grund der länger zurückgehenden Erfahrung von UNIX Systemen mit 64bit Systemen eher auf dieses Pferd setzen wollte.
XEN scheint also eine Optimallösung darzustellen. Allerdings das passende Betriebssystem dafür war auch noch eine Überlegung für sich. Als langjähriger Fedora Core Benutzer auf der Serverseite war ich eigentlich immer damit zufrieden. Ubuntu hat sich als Alternative dennoch aufgedrängt, da der Hype um die Einfachkeit der Handhabung dieser Distribution ziemlich Wogen geschlagen hat. Die Entscheidung für Fedora Core 6 x86-64 ist aber für mich deshalb schlussendlich gefallen, da seit der Version FC4 XEN mitangeboten wird und hier die Erfahrung des Distributors mitentscheidend war. Die Version FC6 ist zwar grausig zum Ansehen(Standard-Theme), aber in Kürze soll der nächste Versionssprung stattfinden und so denke ich, dass dies die Optimallösung darstellt.
Der Betrieb von WinXP als Gastsystem dient lediglich der Ausführung von Adobe Applikationen die nicht für Linux zu haben sind. Irgendwann wird vielleicht auch Adobe akzeptieren das Windows als Workstation OS nicht mehr akzeptabel ist(hab läuten hören das man von dem für Win Vienna geplanten modularen Aufbau doch wieder abgekommen ist) und die Portierung auf ein Linux System wagen(Mac OS X hat doch auch einen UNIX Kern).
h.
Des klingt doch echt nicht schlecht. Ich habe zwar allgemein mit FC nur schlechte Erfahrungen gemacht, was aber eher auf eine Inkompatibilität mit meiner Hardware zurückzuführen ist. Sprich es lief verdammt langsam.
Nachdem ich die meisten bekannteren Linux-Distributionen installiert hatte, werde ich doch zur Einfachheit, die da Ubuntu heißt, zurückkehren. Hoff ich krieg da XEN zum laufen. Jedoch davor werd ich trotzdem probehalber WinXP64 testen. Ich will mich selbst vom “Übel” überzeugen.
mfg kerschy
PS: ILM rockts on Linux/Unix